WPF Medizinjournalismus WS 2016/ 2017

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 25 Oktober 2016

In diesem Semester wollen wir regelmäßig berichten, was sich so tut im WPF MJ.

Etwas Theorie muss auch sein, ein "Interview führen - aber wie" und die "Journalistische Darstellungsformen" sind als Datei angehängt.

und Bloggen, wer sagt's denn?

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 29 Oktober 2016

Was antworten wir Herrn Kögler? M.E. werden hier 2 Probleme vermischt

  • der inflationäre Umgang mit dem Begriff Stress und
  • die Probleme, die Studenten heute haben.

Wolle schrieb 11 November 2016

Sehr geehrter Herr Kögler,

auch wir Medizinstudenten leiden teilweise unter „Stress“, denn seit dem ersten Semester liegen neben der Haushaltsführung und eventuellen Nebenjobs zahlreiche Klausuren und Testate hinter uns. Bei mangelnder Organisationsfähigkeit und fehlenden Erholungspausen ist es eine Herausforderung, das Lernpensum gut zu bewältigen. Vielleicht ist aber gerade das eine Abhärtung und Vorbereitung auf das spätere Arbeitsleben.

Heute wird der Begriff Stress oft im beruflichen Zusammenhang verwendet. Deshalb kennen Menschen in Krisengebieten mit fundamentalen Problemen unsere Vorstellung von Stress nicht. Sie bangen nicht um gesellschaftliches Ansehen oder ein höheres Einkommen, sondern um das nackte Überleben.

Ihr Artikel macht darauf aufmerksam, dass wir uns nicht ständig nur über unsere „Luxusprobleme“ beklagen, sondern unsere Situation zu schätzen wissen sollen. Und wie man sieht -  es ist trotz allem zu bewältigen, sonst gäbe es nicht jedes Jahr so viele Absolventen!

Dr. Günter Gerhardt schrieb 13 November 2016

Amerika hat gewählt  

Wäre das nicht ein Thema für unsere Interviews in der Fußgängerzone? Was meint Ihr?

Wahlkampf und Realität: Trump eine gesundheitspolitische Niete? Zukunft von Obamacare bleibt ungewiss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stu. schrieb 13 November 2016

Klar, "Amerika hat gewählt", super Thema, dazu wird jeder seine Meinung haben!

Dr. Günter Gerhardt schrieb 13 November 2016

Leitartikel, Bericht, Meinung, Spezialthema wie die Rolle der Demoskopie und Interview zu einem, ich bin geneigt zu sagen Jahrhundert-Thema: DAS ENDE DER WELT (wie wir sie kennen) so der Spiegel Nr.46 auf dem Titelblatt vom 12.11.2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses Thema ist eine Steilvorlage für unsere Seminar Medizin-Journalismus WS 16/ 17 

Dr. Günter Gerhardt schrieb 13 November 2016

Zwei, die ähnlich ticken: Der künftige US-Präsident bekommt Besuch von Ukip-Politiker Nigel Farage. Bisher hatte der allerdings keinen besseren Ratschlag für Trump als den, die britische Premierministerin ja nicht anzufassen.

Schon vor seinem Wahlsieg waren die Bande eng: Nigel Farage unterstützte Trump im Wahlkampf und besuchte ihn. Kurz vor der Wahl bekundete der britische Rechtspopulist sogar, er wäre gerne Teil der Trump'schen Regierung.

Nun trafen beide sich zu Gesprächen im Trump-Tower in New York. Das Gespräch zwischen designiertem US-Präsidenten und Brexit-Wortführer sei sehr produktiv gewesen, sagte Kellyanne Conway aus Trumps Team zu Reportern. "Sie haben über die Freiheit und das Gewinnen gesprochen und darüber, was das alles für die Welt bedeutet."

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 29 November 2016

Soll man sich wehren indem man zum Whistleblower wird mit dem Risiko, angezeigt zu werden, seinen Job zu verlieren?

Dieser Frage sind wir heute am 29.11.2016 im Wahlpflichtfach Medizunjournalismus nachgegangen, nachdem wir uns gemeinsam in der ARD Mediathek den Beitrag vom 21.11.2016 "Whistleblower - Die Einsamkeit der Mutigen" angeschaut hatten.

Die Meinung dazu all derjenigen, die sich diesen Film anschauen würde uns interessieren, v.a. soll die Politik hier mit einem Gesetz zum Schutz der Whistleblower reagieren, und wenn ja, wie?

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Wolle schrieb 05 Dezember 2016

Das Thema „Whistleblower“ ist gerade für uns angehenden Ärzte ein brisantes Thema. Wie soll man beispielsweise reagieren, wenn man während der Facharztausbildung feststellt, dass bei Privatpatienten für einen höheren Gewinn absichtlich falsche Diagnosen gestellt oder unnötige Operationen angeordnet werden? Vor solchen Problematiken werden wir später stehen und in der Zwickmühle stecken. Zudem bereitet die Einhaltung der Schweigepflicht Schwierigkeiten, Missstände öffentlich bekannt zu machen.

Einen guten Ansatz stellt meiner Meinung nach das in manchen Kliniken bereits eingeführte interne Frühwarnsystem dar. Es handelt sich um eine Anlaufstelle, bei der man Verdachtsfälle auch anonym melden kann. Kommen mehrere Meldungen zu einem Fall zusammen, können weitere Maßnahmen eingeleitet werden, ohne dass ein Einzelner sich vor den Konsequenzen der Meldung fürchten muss.

MaryPoppins schrieb 06 Dezember 2016


 

Trumps Wahlerfolg

"Big Data" ist für uns alle bereits Teil unseres Alltag geworden: Täglich liken wir Artikel, Bilder und Videos auf Facebook, kaufen unsere Klamotten und Weihnachtsgeschenke über Amazon und Googlen alles, was uns nicht in erster Sekunde einfällt. Dass all diese Informationen gespeichert werden, ist uns bewusst aber doch meist egal. Nachdem man sich Reisen nach Italien angeschaut hat, begegnet uns wochenlang Werbung zum Thema Italien und Urlaub. Ich habe mich, wie wohl die meisten von uns, damit abgefunden: "Die Werbung schaue ich mir doch gar nicht so genau an und selbst wenn, ist es dann wenigstens etwas, dass mich auch interessieren könnte."

Was mich jedoch erschreckt ist, dass solche Datenmassen nun auch für politische Zwecke eingesetzt werden. Eigentlich logisch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis da jemand drauf kommt. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto schlimmer finde ich das. Solange wir in Demokratie leben, so dachte ich, können sie nichts anders machen, als uns zum Kauf von Dingen anzuregen, die wir eigentlich nicht wollen. Doch sobald Informationen über die eigene Persönlichkeit, die Meinung und politischen Ansichten genutzt werden, um Wahlen zu gewinnen, zweifel ich an der Demokratie...Ich würde sogar so weit gehen zu sagen; Das ist Wahlbetrug, Manipulation! 

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/
Das hier ist ein Artikel, in dem genau diese Art von Manipulation im Bezug auf die US-Wahl thematisiert wird. 

Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt

Der Psychologe Michal Kosinski hat eine Methode entwickelt, um Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook minutiös zu analysieren. Und verhalf so Donald Trump mit zum Sieg.

Schlussendlich sind wir doch nur Menschen, die meist sehr emotional, eben charakterspezifisch Entscheidungen treffen. Und deswegen sollten wir uns immer wieder hinterfragen und uns überlegen, wie viel wir bereit sind über unsere Gefühle, Meinungen und Sorgen preiszugeben.

Dr. Günter Gerhardt schrieb 13 Dezember 2016

Am 13.12.2016 haben wir Interviews gefürt mit Passanten vor der Römerpassage in Mainz.

2 Themen:

1. Der Mord an einer Medizinstudentin in Freiburg, die am 16.10.2016 tot am Ufer des Flusses Dreisam gefunden worden war, steht vor der Aufklärung. Dass der Verdächtige ein Flüchtling ist, gibt der rechten Szene Auftrieb. Wir haben Eindrücke aus Mainz gesammelt.

2. U-Boot-Christ: Viele Menschen gehen einmal im Jahr in die Kirche, zu Weihnachten, da sind die Kirchen brechend voll, an Ostern ebenfalls, ansonsten sind sie leer. Warum ist das so?

Dr. Günter Gerhardt schrieb 20 Januar 2017

20.01.2017

Der neue US Präsident ist ab heute Donald Trump.

Barack Obama hat sich großartig verabschiedet.

 

Dr. Günter Gerhardt schrieb 08 November 2017

1 Jahr im Amt 8.11.2017:

In nur zwölf Monaten hat der neue Präsident die USA selbst entmachtet. Das Land wendet sich ab von der Welt. In China sieht Trump nun, welche Folgen das hat.

Ein Zufall will es, dass Donald Trump am Jahrestag seines Wahlsieges auf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping trifft. So zwingt sich der Vergleich zwischen Politikern auf, zwischen Staaten, ja: Systemen, die um Vorrang und Gestaltungskraft in der Welt wetteifern. Das Ergebnis gibt weder dem US-Präsidenten noch seinem Land Anlass zum Feiern.

Trump hat in 365 Tagen die Welt nachhaltig verändert, er hat Amerika schwächer gemacht, der internationalen Ordnung geschadet und Risiken gesät. Die überwölbende Doktrin seiner Präsidentschaft, "America first", heißt im Umkehrschluss: Die USA ziehen sich aus der Welt zurück. Das Land hat sich in nur zwölf Monaten als berechenbarer Akteur der internationalen Politik und als Garant einer einst selbstkreierten Weltordnung entpflichtet. Trumps Präsidentschaft verstümmelte, was nahezu ein Jahrhundert lang Amerikas Macht und Einfluss in der Welt ausgemacht hat. Diese selbstverursachte Schwächung kennt in der neueren Geschichte kaum einen Vergleich. Deswegen ist sie auch gefährlich.

Nirgendwo ist die Kräfteverschiebung besser zu sehen als im Verhältnis zu China. Xi Jinping wurde gerade vom Parteikongress zum Alleinherrscher erhoben. China hat das Prinzip kollektiver Führung aufgegeben, die Intelligenz der Gruppe wurde geopfert für die Autorität eines Einzelnen. Dieses pyramidale System maßt sich an, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen zu kontrollieren. Das Werkzeug dafür ist die Partei.

Das mag auf Dauer nicht gutgehen, Alleinherrscher neigen dazu, in Einsamkeit unterzugehen. Momentan aber bietet die aufsteigende Supermacht in der direkten Rivalität mit den USA eine Ordnung, die für nicht wenige Staaten Stabilität verspricht und deswegen attraktiv ist. Die USA Donald Trumps hingegen garantieren dieses Versprechen nicht mehr.

Amerikas Attraktivität speiste sich jahrzehntelang aus besonderen Quellen: Offenheit, Liberalität, der Freude an Allianzen, der Bindung an Werte und Recht. Amerika konnte bei allen politischen Verfehlungen immer noch Vorbild sein. Diese Fundamente der liberalen Ordnung des Westens sind nicht zertrümmert. Aber Donald Trumps Präsidentschaft hat ihnen mit dem Presslufthammer gewaltige Risse zugefügt. Amerika hat diese Welt des Westens geschaffen, nun nimmt Trump Amerika auseinander - und den Westen gleich mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat diese Veränderung in zwei klare Sätze gegossen: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei." Und: "Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen."

Trumps Uneindeutigkeit gegenüber der Idee der gemeinsamen Verteidigung, seine Abneigung gegen multinationale Systeme, sein Desinteresse an Diplomatie und die schiere Fixierung auf alles Militärische, die stille Sympathie für autoritäre Figuren und die demagogische Verführungskraft - all das hat das Vertrauen in die USA untergraben und gerade Europa einsam und angreifbar gemacht.

 

Dieser Präsident bleibt selbst sein größter Feind

 

Vor allem aber sind es die pazifischen Nachbarn, die Amerikas neue Unordnung spüren. Den größten Schaden hat Trump mit der Aufkündigung des Handelsabkommens TPP angerichtet. Wie Späne am Magneten haben sich daraufhin viele der klassischen US-Verbündeten sofort an Peking ausgerichtet. Trumps bellizistische Rhetorik gegenüber Nordkorea hat große Zweifel an Amerikas Sicherheitsversprechen ausgelöst. Die Asienreise soll nun offenbar dazu dienen, diesen Schaden einzudämmen. Doch dieser Präsident bleibt selbst sein größter Feind, ein falsches Wort wird genügen.

Nach einem Jahr Trump stellt sich die nüchterne Erkenntnis ein, dass dieser Mann kein Zufallsprodukt der Geschichte ist und dass er deswegen auch nicht so einfach und vor allem schnell verschwinden wird. Trump ist eine politische Wunschfigur vieler Wähler, sein Stil wird weltweit kopiert. Erfolgreich ist er nirgendwo, da sind die wahren Autokraten effektiver. Vielleicht rührt die heimliche Bewunderung Trumps für Typen wie Xi oder Putin auch daher.

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All jene, die sich etwa in Europa Alternativen wünschen, sollten nicht auf die Eindämmung durch Mitarbeiter und Kongress hoffen oder gar auf einen Nachfolger warten. Sie müssen handeln, gemeinsam eine alternative Politik gegenüber China aufbauen, den Werte-Schild gegenüber Russland hochhalten, gemeinsam für Sicherheit und Recht sorgen. "Die fundamentale Frage unserer Zeit ist, ob der Westen den Willen hat zu überleben", rief der US-Präsident im Juli in Warschau seinen europäischen Zuhörern zu. Trumps Antwort sollte man nicht abwarten.

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