JGU: 19 Medizinstudierende exmatrikuliert nach 1. Semester

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  • Letzter Beitrag 07 November 2017
Dr. Günter Gerhardt schrieb 05 Oktober 2017

Grund für die zum Ende des SS 2017 erfolgten Exmatrikulationen sind Kapazitätsprobleme. Die Exmatrikulierten waren Teil einer Gruppe von insgesamt 38 Personen, die sich im Januar 2017 erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Mainz eingeklagt hatten. Nun entschied das Oberverwaltungsgericht RLP: Es gibt nicht genug Kapazitäten, um alle 38 weiterstudieren zu lassen.

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GBrand schrieb 27 Oktober 2017

Meiner Meinung nach sollte das komplette Bewerbungssystem für das Medizinstudium überarbeitet werden! In Ländern wie Großbrittanien ist das Verfahren viel ausschweifender und berücksichtigt weitaus mehr Faktoren als nur den NC. Nur weil jemand in der Schule gut war und eine entsprechend gute Abschlussnote hat, heißt es längst nicht dass daraus ein patenter Arzt wird! Manche Universitäten (z.B. Göttingen und Greifswald) nutzen schon Auswahlgespräche um die Auswahl ein wenig einzuschränken, jedoch geht dies meiner Meinung nach noch nicht weit genug! Wir brauchen ein standardisiertes Verfahren an das sich alle Hochschulen halten müssen! Auch muss dieser Quatsch mit Modell- vs. Standardstudiengang aufhören. Alle Deutschen Sozietäten müssen an einem Strang ziehen, sonst arbeiten alle in verschiedene Richtungen und wir kommen nie richtig weiter. Dass die JGU Mainz als einzige (!) medizinische Fakultät in Rheinland-Pfalz vom Wissenschaftsministerium nicht die nötige Hilfe bekommt finde ich auch absurd. Diese armen exmatrikulierten Studenten sind völlig zurecht empört und sollten, wenn es schon nicht möglich ist in Mainz weiter zu studieren, mindestens eine Hilfestellung von der Universität bekommen, oder sogar an eine andere Universität "verschoben" werden. Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland einen akuten Ärztemangel haben und solche Leute daran gehindert werden ihrem Studium nachzugehen!

Dr. Günter Gerhardt schrieb 04 November 2017

Ich würde mich gerne mit dieser "Gruppe der Abgewiesenen" mal treffen. Kann das jemand organisieren?

Tabbel91 schrieb 07 November 2017

@GBrand ich kann Deine Denke komplett verstehen - und ebenso scheint es mir nicht der richtige Weg, über eine Klage ein Studium zu ermöglichen und damit regulären Bewerbern die Plätze vorzuenthalten. Hier sind 38 Plätze "frei" - wieso werden sie nicht über die Wartezeit / ADH / Abiturbestenquote - oder sehr gerne sogar auch das Losverfahren für alle - vergeben, so wie es der aktuelle Stand der Zulassung ist? Hier sehe ich eine totale Diskriminierung derer, die seit Jahren warten und nicht über die finanziellen Mittel für eine Klage verfügen...ich wünsche jedem, der studieren möchte, einen Platz und vor allem das Durchhaltevermögen für die Wartezeit - aber hier sehe ich, wie du, den Fehler in der Zulassung...und eine Klage ist mE nicht der richtige Weg.

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