Kooperation Ärzte - Patienten

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  • Letzter Beitrag 18 September 2022
Dr. Günter Gerhardt schrieb 18 September 2022

ALLEINE SCHAFFEN WIR DAS NICHT

 Hallo in die Runde,

 was da derzeit mal wieder abgeht in Berlin bedarf nachhaltiger Maßnahmen. Wohl klingende Wortspiele bringen gar nichts, ebenso wenig wie eine Praxisschließung von 11 bis 13 Uhr.

Eine alte Idee war und ist eine Kooperation Ärzte-Patienten, was an der Machbarkeit scheiterte. Durch meine Wahl zum  Vorstandsvorsitzenden der Landesseniorenvertretung (LSV) RLP in 2020 hat sich eine Möglichkeit ergeben, diesen alten Plan mit Leben zu erfüllen.

Wir Ärzte kennen meistens auch die familiäre und berufliche Situation unserer Patienten. Diese Patienten aber kennen unser Gesundheitssystem und unsere zunehmenden Probleme in der Ausübung unseres Berufes nicht. In der Folge kommt es dann immer wieder zu Unverständnissen und Hilflosigkeit beim Versuch zu helfen, wie beispielsweise der Lösung des Problems Ärztemangel.
Die 1,2 Millionen Senior*innen in RLP sind sehr gut organisiert und vernetzt. Kommunale Seniorenbeiräte sind eine in den Kommunalordnungen von RLP verankerte Form der Mitgestaltung. 1989 haben sich die ersten Seniorenbeiräte in RLP gebildet. 2003
wurde ihre Beteiligung in der Gemeindeordnung und in der Landkreisordnung von RLP gesetzlich verankert. Aktuell gibt es fast 100 kommunale Seniorenbeiräte in RLP.
Der neunköpfige Vorstand trifft sich einmal im Monat, daneben finden regelmäßig Mitgliederversammlungen statt und Regionalkonferenzen. Die Seniorenbeiräte verfügen jeweils auch über einen Vorstand und veranstalten auch Mitgliederversammlungen. Der Vorstand der LSV RLP  arbeitet eng mit dem zuständigen Ministerium (in der neuen Legislaturperiode ist es das Ministerium für Arbeit,, Soziales, Transformation und Digitalisierung MASTG) zusammen, es finden routinemäßig 2 Sitzungen/ Jahr mit dem Minister statt, mit Mitarbeiter*Innen des Ministeriums je nach Bedarf sehr viel häufiger.
Die Kooperation ist möglich im Bereich einer gemeinsamen Schnittmenge, die Patienten und Ärzte gleichermaßen tangiert.

 

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 18 September 2022

Ärzte unterstützen ihre Patienten und Patienten ihre Ärzte.
Die Patienten (in einem ersten Aufschlag 1,2 MIO Senior*innen) brauchen uns, um gesund zu bleiben bzw. zu werden und wir Ärzte brauchen die große Zahl von Patienten um notwendigen Veränderungen unseres Gesundheitssystems, die Ärzten und Patienten gleichermaßen auf der Seele brennen, politisches Gehör zu verschaffen.
Damit sich Patienten für ihre Ärzte einsetzen können, müssen sie unser Gesundheitssystem kennenlernen, was sie gerne tun, nutzt ihnen dieser Durchblick doch postwendend bei der Lösung eigener und gemeinsamer Probleme wie der Ärztemangel.

Aktuelle Beispiele für eine gemeinsame Herangehensweise an Probleme:

  • Wir Ärzte unterstützen unsere Senior*Innen in dem Bemühen, dass auch Rentner*Innen das Entlastungspaket von 300 € bekommen, was anfänglich nicht geklappt hat, jetzt aber doch.
  • Senior*Innen setzen sich dafür Terminservice ein, dass auch Arzthelferinnen (MFA) eine staatliche Corona-Prämie bekommen und nicht wie im Pflegebonusgesetz vorgesehen nur „Pflegekräfte in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen und Intensivpflegekräfte“. Nicht geklappt, wir sind weiterhin dran
  • Das 2019 in Kraft getretene - und Versorgungsgesetz (TSVG) soll wieder gestrichen werden. Patienten, hier v.a. Ältere, profitieren von diesen Regelungen. So konnten beispielsweise dank der Neupatientenregelung schnellere Termine bei Spezialisten vereinbart werden. Mit dieser Streichung wird auch die geplante Notfallreform belastet, da Anreize für Praxen wegfallen, zusätzliche Patientin binnen 24 Stunden oder kürzer zu übernehmen.
  • Ganz aktuell erklärt sich die LSV RLP öffentlich solidarisch mit dem Brief des KBV Vorstands an Gesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. 

 

 

Dr. Günter Gerhardt schrieb 18 September 2022

Unser Beitrag zu einer erfolgreichen Kooperation Ärzte - Patienten:

Zum Erfolg der Kooperation können wir beitragen indem wir uns den o.g. Problemen unserer Senior*Innen ganz besonders annehmen. Diesen enormen Arbeitsaufwand mit Anträgen, Ablehnungen, Widersprüchen und Begründungen können wir nur bewältigen, wenn wir uns austauschen. Das kann geschehen auf www.aerzte-rlp.de, wo Sie auch weitere Infos finden, oder auf einer neuen passwortgeschützten Website.

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