Zeit der Virologen vorbei?

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  • Letzter Beitrag 19 April 2020
Dr. Günter Gerhardt schrieb 15 April 2020

Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel meint die Zeit der Virologen sei vorbei, er plädiert dafür, Deutschland wieder aufzumachen, Covid 19 sei eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung.

Würde ich so nicht unterschreiben.

Ich vermute, der Mann will in eine Talkshow eingeladen werden.

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 15 April 2020

Corona

Rechtsmediziner: Zeit der Virologen ist vorbei

Er untersucht mit seinem Team in Hamburg die Corona-Opfer: Nun hat der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, Deutschland langsam wieder aufzumachen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“, sagt Püschel dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwochsausgabe). Er fügte hinzu: „Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.“

Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“, sagt Püschel.
© Pixabay

Nach seinen Erkenntnissen ist COVID-19 „eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung“. Die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“, sagte Püschel.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort sagte der Zeitung: „Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird.“ Er habe den Eindruck, dass die Angst sich allmählich verselbstständige, dass gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus gar nicht mehr wahrgenommen würden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Krise und mögliche Lockerungen beraten.

 

15.04.2020 09:06:49, Autor: dpa

Dr. Günter Gerhardt schrieb 19 April 2020

Laschet weist Hörigkeit vor Virologen zurück

 

Ministerpräsident Armin Laschet macht seine politischen Entscheidungen eigenen Aussagen zufolge nicht nur von der Einschätzung von Virologen abhängig. Zuvor hatte es Kritik an der vom Land mitfinanzierten Corona-Studie über den besonders betroffenen Kreis Heinsberg gegeben, nachdem Laschet gemeinsam mit den Forschern erste Zwischenergebnisse präsentiert hatte. Diese wurden auch herangezogen, um die Lockerungen der Corona-Beschränkungen zu begründen.

«Mir sagen nicht Virologen, welche Entscheidungen ich zu treffen habe», sagte der CDU-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk. «Was, wenn das Land in eine Riesenkrise stürzt? Das beantwortet mir kein Virologe.» Welche Auswirkungen es für Kinder habe, lange zuhause zu bleiben oder ob Menschen durch Arbeitslosigkeit depressiv würden, sei für seine Entscheidungen ebenso wichtig. Es sei außerdem nicht seine Aufgabe als Politiker, sich in theoretischen Diskussionen über Eindämmung oder Durchseuchung - beides zwei virologische Szenarien des Pandemie-Verlaufs - zu verlieren.

Nordrhein-Westfalen schreitet bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen forscher voran als andere Bundesländer. So dürfen neben kleineren Geschäften ab Montag etwa auch Möbelhäuser wieder aufmachen, außerdem sollen ab Donnerstag die ersten Schüler in die Schulen zurückkehren. Laschet wehrte sich außerdem gegen Kritik an der vom Land mit finanzierten «Heinsberg-Studie», mit der der Virologe Hendrik Streeck der Uni Bonn aus dem besonders früh betroffenen Kreis Heinsberg Schlüsse über die Ausbreitung des Coronavirus ziehen will. Kritiker hatten zuvor bemängelt, die Studie sei unter hohem politischen Druck entstanden und habe zu vorschnell erste Ergebnisse an die Öffentlichkeit gegeben.

 

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