Wir müssen der Willkür der Kassen, des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen), der Deutschen Rentenversicherung...Einhalt gebieten, so wie das unsere Kollegen im Jahr 1900 getan haben und den "Leipziger Verband" (später Hartmannbund, nach dem Tod des Dr. Hartmann, der sich maßgeblich engagiert hatte) gründeten.

Sie kennen alle den Ärger, die Arbeitszeit, die uns täglich belasten beim Engagement für unsere Patientinnen und Patienten: eine Formularflut plus Bescheinigungen, Atteste, Widerspruchsbegründungen...die meistens erstmal abgelehnt werden, sodass uns unsere Patienten erneut um Unterstützung bitten. Leider hat sich, so meine Erfahrung, auch der Umgangston verändert. Sind das noch Kolleginnen und Kollegen, die beim MDK angestellt sind ("wes Brot ich ess, des Lied ich sing") ?

Wie auch immer, wir stehen hier als Einzelkämpfer einem Moloch gegenüber, was nicht nur unzumutbar ist, sondern auch einem Kampf gegen Windmühlen David gegen Goliath gleichkommt.
Deshalb kann uns nur ein Zusammenschluss, eine Selbsthilfegruppe Ärzte(SHÄ), ein MDK (
Medizinischer Dienst der Kassenärzte) helfen, wo man sich austauschen, unterstützen kann, durchaus vergleichbar mit dem VDK. Diese SHÄ könnte sich auch unter dem Dach der KV, der Kammer oder dem NAV/ Hartmannbund befinden. Nur müssen wir es genauso wie unsere Kollegen im Jahr 1900 tun, v.a. auch unserem Nachwuchs zuliebe, damit der sich noch mit einem guten Gefühl für eine Niederlassung entscheiden kann.